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Mutterprojekt CoReMA

Cooking Recipes of the Middle Ages

Im Projekt CoReMA werden Kochrezepte aus dem Mittelalter untersucht. Genauer werden dabei deutsche, französische und lateinische Rezepte analysiert, die in Handschriften überliefert sind. Diese Handschriften – oder 'Manuskripte' vom lateinischen manu = ‘Hand’ und scribere ‘schreiben’ – stammen aus dem 14.–16. Jh. Herausgefunden werden soll unter anderem in welcher Beziehung die Kochrezepte zueinander stehen: Hatte vielleicht die französische Küche Einfluss auf die Kochgewohnheiten im deutschsprachigen Raum? Finden sich Gemeinsamkeiten in den Rezepten? Wo liegen die Unterschiede zwischen der französischen und der deutschen Küche des Mittelalters?

Aus der sogenannten ‘Wissens- und Gebrauchsliteratur‘, der die Kochrezepte angehören, kann man viel über eine Kultur lernen. In Kochrezepten zeigt sich nicht nur was die Menschen gegessen haben oder wie sie gekocht haben, sondern auch, welche religiösen Vorstellungen im Mittelalter eine Rolle spielten oder wie soziale Faktoren die Ernährung beeinflussen.

Die Rezepte werden aus den Handschriften abgeschrieben ('transkribiert') und digital erfasst. Es kommen dann diverse Annotationen hinzu, d.h. den jetzt digital verfügbaren Texte werden darüber hinaus Informationen hinzugefügt. Zum Besipiel Informationen über die Schrift oder die Quelle, also das Manuskript selbst. Hauptsächlich kommen aber inhaltliche Informationen dazu: Welche Zutaten gibt es, welche Küchenwerkzeuge wurden verwendet, wo finden sich medizinische Ratschläge, zu welcher Jahreszeit wurden Dinge gekocht, verarbeitet und so weiter.

Die Rezepte sind so aufgearbeitet, dass sie der Forschung genauso wie dem interessierten Laien dienen. Die Texte stehen in verschiedenen Ansichten zur Verfügung: Man kann die Handschriften parallel zur genauen Transkription betrachten. Wer sich einfach für die mittelalterliche Küche interessiert, kann zum Beispiel mit Hilfe der Annotation in der Rezeptansicht herausfinden, welche Zutaten verwendet wurden oder welche Handlungsanweisungen erwähnt werden. Da alle Daten zur weiteren Verwendung frei zur Verfügung stehen, werden in der Wissenschaft die unterschiedlichsten Disziplinen angesprochen: Paläografie (Handschriftenkunde), historische Graphematik (Erforschung von Schriftsystemen), Linguistik (Sprachforschung), Kulturwissenschaft, Digital Humanities (computergestützte Forschungsmethoden), ...

Mag. Dr.phil.

Helmut Werner Klug

Direktion

Elisabethstraße 59, 3. Stock
8010 Graz

Telefon:+43 316 380 - 1560, 5792


nach Vereinbarung

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